Environmental, Social, Governance – also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – das sind die drei Nachhaltigkeits-Kriterien, um die sich die ESG-Reports drehen. Dahinter steckt viel mehr als der Versuch, das eigene Image durch verantwortungsbewusstes Handeln aufzupolieren: EU-weit sind Kapitalgesellschaften dazu verpflichtet, bestimmte Mindeststandards einzuhalten. Dazu gehören neben Energieeffizienz, Umwelt- und Artenschutz oder Recycling auch menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie die Sicherheit entlang der gesamten Lieferkette. Wer die Standards nicht einhält, riskiert neben Bußgeldern auch den Verlust von Aufträgen.
Nachhaltigkeitsberichte oft noch mit Excel zusammenkopiert
Da keine EU-weite "ESG-Polizei" die Nachhaltigkeit von Unternehmen kontrolliert, müssen diese selbst nachweisen, wie verantwortungsbewusst sie handeln – mittels regelmäßiger Berichte mit standardisierten Kennzahlen und nachvollziehbaren Angaben. Genau das bereitet manchen Mittelständlern Kopfzerbrechen: Wo sollen diese Zahlen auf einmal herkommen, wenn sie bisher noch nie erhoben wurden? Spezielle Tools und automatisiertes Reporting hat die Hälfte der Unternehmen laut einer Studie noch nicht im Einsatz. Also werden die Nachhaltigkeits-Kennzahlen mit vorhandenen Tools – oft manuell in Excel-Dateien – zusammengetragen. Und das ist nicht besonders nachhaltig.